Erfolg ist ein Mosaik

Pressemitteilung des BUND Naturschutz (BN)

Verkehr/Flächenschutz

Nürnberg, Coburg

Planfeststellungsverfahren Verkehrslandeplatz Coburg offiziell eingestellt
Jetzt kann gejubelt werden - Feier des Bündnisses für die Region bereits in Planung

Seit dem 12.11.2019 ist es amtlich: Das Luftamt Nordbayern hat den Bescheid erlassen und das Planfeststellungsverfahren zum Neubau des Verkehrslandeplatzes Coburg eingestellt. Damit endet eine der besonders heftigen politischen Auseinandersetzungen um den Flugverkehr und den Flächenfraß in Bayern mit einem klaren Erfolg der Bürgerinitiativen und der Umweltschutzverbände.

„Jetzt kann endlich aus vollem Herzen gejubelt werden. Das Aus für den Neubau zeichnete sich ja schon länger ab, aber wir haben – nicht zuletzt auch in dieser Auseinandersetzung - schon mal gefeiert und mussten dann feststellen, dass mit Winkelzügen und Kniffs die alte Planung wieder auflebte. Aber mit der Verfahrenseinstellung haben wir es nun amtlich und jetzt ist es auch unumkehrbar. Der Neubau ist vom Tisch, hundert Hektar landwirtschaftliche Fläche sind gerettet, die Bürgerinnen und Bürger von Wiesenfeld und Neida sind auch in Zukunft vor Fluglärm sicher, der Callenberger Forst wird nicht gerodet, die Hügelkette nicht eingeebnet, Rotmilan, Schwarzstorch und Bekassine behalten ihre Brut- und Nahrungsreviere“, so Richard Mergner, Landesvorsitzender des BN.

„Wir sind sehr glücklich über diesen letzten Akt. Unsere Mundwinkel bleiben jetzt erst mal oben. 15 Jahre haben wir im Bündnis für die Ertüchtigung der Brandensteinsebene statt des Neubaus auf der grünen Wiese gekämpft, mindestens 30 Aktive in acht Bürgerinitiativen, auch im Raum Bamberg, waren z. T. jahrelang aktiv. Wir werden den gemeinsamen Erfolg mit einem großen Freudenfest, vermutlich zu Beginn der warmen Jahreszeit, feiern“, so Dagmar Escher, Sprecherin des Bündnisses Bürger für ihre Region - gegen den neuen Verkehrslandeplatz.

„Wir danken jedem Einzelnen, der bei Kundgebungen, Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen, in zahllosen Sitzungen anwesend war, mitgedacht, mitgeholfen, unterstützt hat. Der Erfolg ist ein Mosaik. Jedes Steinchen, ob groß oder klein zählte. Wir danken vor allem denjenigen, die obwohl seit dem Raumordnungsverfahren 2007 nicht mehr selbst betroffen, den Bürgern von Wiesenfeld, Neida und Beiersdorf solidarisch beistanden und weitere zwölf Jahre mitarbeiteten“, so Tom Konopka, Regionalreferent des BN.


Für Rückfragen:
Tom Konopka, Regionalreferent für Mittel- und Oberfranken
Telefon 0911 81878-24, 0160 8531944, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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